Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und dem darauf folgenden Krieg in Afghanistan wurde begonnen, den Marinestützpunkt der US Navy in der Guantánamo-Bucht auf Kuba um ein Internierungslager für Gefangene zu erweitern, Foto vom 18.1.2002 (IMAGO / ZUMA Press Wire)

Bild: Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und dem darauf folgenden Krieg in Afghanistan wurde begonnen, den Marinestützpunkt der US Navy in der Guantánamo-Bucht auf Kuba um ein Internierungslager für Gefangene zu erweitern, Foto vom 18.1.2002 (IMAGO / ZUMA Press Wire)

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Aktuelle Ausgabe September 2026

In der September-Ausgabe erläutert Sighard Neckel, warum sich nicht allein das Klima, sondern unsere kapitalistische Gesellschaftsordnung in einer fundamentalen Krise befindet. 25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 bilanziert Ronald Ofteringer die Folgen des »War on Terror« und zeigt, dass dessen Instrumente heute weiter angewendet werden – im Rahmen einer neuen imperialen Sicherheitskultur. René Wildangel macht die deutsche Regierung mitverantwortlich für Israels Weg in die internationale Isolation und fordert ein Ende der deutschen Toleranz gegenüber Netanjahus völkerrechtswidriger Politik. Ferdinand Muggenthaler erläutert, warum die globale Regulierung einer zunehmend autonom agierenden Künstlichen Intelligenz nötig ist. Philipp Humm wiederum fragt, inwiefern KI die Lohnarbeit an ihr historisches Ende führen wird – mit möglicherweise weitreichenden Folgen für die Demokratie. Jan-Peter Olters zeigt, wie die extreme Rechte wirtschaftliche Unsicherheit in identitäre Loyalität verwandelt – und die materiellen Interessen ihrer Kernwählerschaft verrät. Maristella Svampa skizziert, wie sich Argentinien unter Javier Milei zum Modell für einen neuen »Technofaschismus« entwickelt. Und Olga Bubich blickt nach Belarus, wo das Lukaschenko-Regime mit Buchverboten nicht nur die intellektuelle Elite des Landes erstickt, sondern auch eine ganze Gesellschaft der Unwissenheit preisgibt.

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Terrorismus und das Recht auf die Stadt

von Peter Marcuse

Im Schatten der Terrorismusängste spielen heute, wenn in den Vereinigten Staaten über städtisches Leben und Stadtentwicklung diskutiert wird, Sicherheitsfragen eine beherrschende Rolle. Aber was hat sich nach dem 11. September 2001 in den Städten und in der Planung städtischer Siedlungsräume tatsächlich verändert?

Folter und Recht

von Heinz Loquai

Jeder aufmerksame Leser der spärlichen Berichte über das Lager in Guantánamo konnte es ahnen, doch erst mit der Veröffentlichung der Bilder aus dem Gefängnis von Abu Ghraib nahe Bagdad wurde es zur schrecklichen Gewissheit: Die Misshandlung, Erniedrigung und Folterung von Inhaftierten war gängige Praxis einer perfiden und menschenverachtenden Vernehmungsstrategie.

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Vor 20 Jahren, am 11. September 2006, starb der konservative Publizist und Habermas-Kontrahent Joachim C. Fest, der am 8. Dezember 1926 in Berlin geboren wurde und mit 37 Jahren zu einem seiner Liebhaberthemen in dieser Zeitschrift publizierte: Die technizistische Amoral. Das Bild Albert Speers.

Edition Blätter

Jetzt in zweiter, aktualisierter Auflage!

Ein historischer Untoter ist zurück. Heute reicht es nicht mehr, vor dem erstarkten Rechtspopulismus zu warnen. Vielmehr droht eine viel größere Gefahr: die Wiederkehr des Faschismus in modernisierter Form. Trump, Putin, Höcke und andere Autoritäre verbindet bei allen Unterschieden eins: der radikale Angriff auf die Demokratie. Das vorliegende Buch analysiert den globalen Rechtsruck und fragt nach Gegenstrategien.

Mit Beiträgen von Seyla Benhabib, Micha Brumlik, Norbert Frei, Oskar Negt, Ágnes Heller, Jürgen Habermas, Paul Mason, Arundhati Roy, Luiz Ruffato, Irina Scherbakowa, Quinn Slobodian, Rebecca Solnit, Timothy Snyder und vielen anderen.

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