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Führungsfetisch statt Bürgernähe

von Markus Linden

Der rasende Autoritäts- und Machtverlust, den die Union und der Bundeskanzler binnen nicht einmal zwei Jahren an der Regierung erlitten haben, erklärt sich nicht zuletzt durch Friedrich Merz’ Führungsstil. Merz setzt ganz auf cäsaristische Anweisung von oben.

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Aktuelle Ausgabe November 2026

In der November-Ausgabe diskutieren Steffen Mau und Oliver Nachtwey über den Durchmarsch der Rechtsextremen und den Kampf um die Demokratie in Deutschland. Über den Zustand der US-Demokratie vor den Zwischenwahlen und die Herausforderungen für ein demokratisches Europa in einer unfriedlichen Welt debattieren Claus Leggewie und Christina Morina – beide Gespräche moderiert von Tamara Tischendorf. Während Merle Groneweg Chinas ambivalente Rolle in der internationalen Klimapolitik analysiert, skizziert Winfried Hermann neue, nachhaltige Wege aus der Autokrise. Nick Reimer wiederum warnt vor den drohenden Folgen des durch die globale Erwärmung verschärften Wetterphänomens El Niño. Manuel Atug erläutert, wie sich die kritische Infrastruktur vor wachsenden Bedrohungen effektiv schützen ließe – auch ohne immer mehr Überwachung. Leon Oelschläger beleuchtet die ethischen und völkerrechtlichen Folgen der rasanten KI-Aufrüstung. Simone Schlindwein beobachtet, wie die Daten afrikanischer Bürger zur Währung werden, um für internationale Hilfe zu bezahlen. Heike Kleffner sieht die Bundesrepublik, 15 Jahre nach der Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrunds, von einer echten Aufklärung des NSU-Komplexes noch weit entfernt. Und Antje Schrupp setzt ihre Hoffnung im Kampf gegen rechts auf die Frauen – und plädiert für eine Kultur der weiblichen Differenz.

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Terrorismus und das Recht auf die Stadt

von Peter Marcuse

Im Schatten der Terrorismusängste spielen heute, wenn in den Vereinigten Staaten über städtisches Leben und Stadtentwicklung diskutiert wird, Sicherheitsfragen eine beherrschende Rolle. Aber was hat sich nach dem 11. September 2001 in den Städten und in der Planung städtischer Siedlungsräume tatsächlich verändert?

Folter und Recht

von Heinz Loquai

Jeder aufmerksame Leser der spärlichen Berichte über das Lager in Guantánamo konnte es ahnen, doch erst mit der Veröffentlichung der Bilder aus dem Gefängnis von Abu Ghraib nahe Bagdad wurde es zur schrecklichen Gewissheit: Die Misshandlung, Erniedrigung und Folterung von Inhaftierten war gängige Praxis einer perfiden und menschenverachtenden Vernehmungsstrategie.

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Podcast

In den Medien

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Vernetzt

Zurückgeblättert

Vor 20 Jahren analysierte die Soziologin Karin Priester das damals noch recht neue »populistische Syndrom« und stellte mit bleibender Aktualität fest, dass es mit neoliberaler Deregulierung bestens harmoniert: Der Populismus des 21. Jahrhunderts.

Edition Blätter

NS-Zeit und Shoah, Nahostkonflikt und Antisemitismus, Universalismus, Menschenrechte und Migration. Diese Themen beschäftigten den großen Intellektuellen und »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik (1947 – 2025) zeitlebens. Und natürlich die nach dem deutschen Zivilisationsbruch stets drängende Frage: Wie leben als Deutscher und Jude? Darum kreisen seine in diesem Band versammelten Essays und Analysen aus den »Blättern«. Es sind Texte von geradezu unheimlicher Aktualität.