Bei vielen Printmedien brechen derzeit völlig neue Zeiten an: Die »taz« erscheint seit kurzem nur noch am Wochenende als gedruckte Zeitung, die »konkret« mit Beginn dieses Jahres nur noch digital.
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Endspiel gegen Europa: Trump und Putin, Orbán und die AfD
Wer noch eines Beweises bedurfte, dass Donald Trumps Agieren gegen die Regierung von Wolodymyr Selenskyj nicht nur der Ukraine, sondern Europa insgesamt gilt, hat ihn dieser Tage erhalten. Mit der neuen National Security Strategy der USA wird manifest, dass wir es mit einem Epochenbruch zu tun haben, der wohl nur mit dem von 1989 vergleichbar ist.
Der Kampf um Grönland: Versöhnung als Geopolitik
Die Stadt Karlsruhe könnte schon bald vor einem Dilemma stehen. Im Januar 2025 zeichnete sie ihren langjährigen Stadtvertreter Tom Høyem (FDP) mit der Ehrenmedaille aus. In den 1980er Jahren war der gebürtige Däne, mittlerweile auch deutscher Staatsbürger, Dänemarks letzter Minister für Grönland – ein Amt aus der Kolonialzeit.
Aktuelle Ausgabe Januar 2026
In der Januar-Ausgabe skizziert der Journalist David Brooks, wie die so dringend nötige Massenbewegung gegen den Trumpismus entstehen könnte. Der Politikwissenschaftler Philipp Lepenies erörtert, ob die Demokratie in den USA in ihrem 250. Jubiläumsjahr noch gesichert ist – und wie sie in Deutschland geschützt werden kann. Der Politikwissenschaftler Sven Altenburger beleuchtet die aktuelle Debatte um die Wehrpflicht – und deren bürgerlich-demokratische Grundlagen. Der Sinologe Lucas Brang analysiert Pekings neue Friedensdiplomatie und erörtert, welche Antwort Europa darauf finden sollte. Die Journalistinnen Susanne Götze und Annika Joeres erläutern, warum die Abhängigkeit von Öl und Gas Europas Sicherheit gefährdet und wie wir ihr entkommen. Der Medienwissenschaftler Roberto Simanowski erklärt, wie wir im Umgang mit Künstlicher Intelligenz unsere Fähigkeit zum kritischen Denken bewahren können. Und die Soziologin Judith Kohlenberger plädiert für eine »Politik der Empathie« – als ein Schlüssel zur Bekämpfung autoritärer, illiberaler Tendenzen in unserer Gesellschaft.
Sehnsucht nach Zerstörung
Der heutige Faschismus ist, anders als seine historischen Vorgänger, in der Demokratie verankert und sieht sich als dessen Erneuerer. Als Abrissbirne liberaler Institutionen übt er eine besondere Anziehungskraft aus, so die Literatursoziologin Carolin Amlinger und der Soziologe Oliver Nachtwey.
Keine Tugend ohne Tatkraft
2026 jährt sich die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten zum 250. Mal. Sie ist neben der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789 das wohl wichtigste Dokument der politischen Moderne. Mit der Herrschaft von Donald Trump stellt sich die Frage, ob die Demokratie in den USA noch gesichert ist.
Faschismus als Endsieg der Evolution?
Was einst im europäischen Faschismus gescheitert ist, die Verknüpfung hypermoderner Technik und mystischer Rückbindung, versucht heute die extreme Rechte herbeizuführen.
Sozialer Wohnungsbau: Reform oder Bedeutungslosigkeit
Die Wohnungsfrage steht derzeit in Deutschland weit oben auf der politischen Agenda. Vor allem in den Großstädten und Ballungsräumen besitzt sie eine enorme Dringlichkeit.
Umbau statt Neubau
Bauen, bauen, bauen“, lautet seit Jahren das Dogma der staatlichen Wohnungspolitik und die politische Antwort auf die sich verschärfende Krise auf dem Wohnungsmarkt. „Neubau ist ungerecht“, stand dagegen auf den Bannern einer Ausstellung zur sozialökologischen Transformation der Wohnungspolitik.
In den Medien
Dokumente
»Deutschland muss umgehend alle Visaanträge der beschwerdeführenden Familie in Pakistan bearbeiten«
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, 4.12.2025
»Südostasien: Mehr als 1.000 Menschen kamen bei den Unwettern ums Leben, Hunderte werden noch vermisst«
Pressemitteilung von Aktion Deutschland hilft, 3.12.2025
»Um sicherzugehen, dass Amerika das stärkste Land bleibt, brauchen wir eine Strategie mit anderen Ländern zu interagieren«
Neue Nationale Sicherheitsstrategie der USA, 4.12.2025 (engl. Original)
»Die Regierung muss mehr gegen hohe Nitratwerte im Wasser unternehmen«
Gerichtsurteil (AZ BVerwG 10 C 1.25), 8.10.2025
»Klimahilfen sind für reiche Länder ein Geschäftsmodell«
Bericht von Oxfam, 6.10.2025
Zurückgeblättert
Am 5. Oktober starb im Alter von 69 Jahren der Essayist und Journalist Richard Herzinger. Wir erinnern an diesen entschiedenen Verfechter eines wehrfähigen Westens mit seiner doppelten Verteidigung – der Singularität des Holocausts wie eines kämpferischen Universalismus: Hiroshima und Auschwitz.
Edition Blätter
Jetzt in zweiter, aktualisierter Auflage!
Ein historischer Untoter ist zurück. Heute reicht es nicht mehr, vor dem erstarkten Rechtspopulismus zu warnen. Vielmehr droht eine viel größere Gefahr: die Wiederkehr des Faschismus in modernisierter Form. Trump, Putin, Höcke und andere Autoritäre verbindet bei allen Unterschieden eins: der radikale Angriff auf die Demokratie. Das vorliegende Buch analysiert den globalen Rechtsruck und fragt nach Gegenstrategien.
Mit Beiträgen von Seyla Benhabib, Micha Brumlik, Norbert Frei, Oskar Negt, Ágnes Heller, Jürgen Habermas, Paul Mason, Arundhati Roy, Luiz Ruffato, Irina Scherbakowa, Quinn Slobodian, Rebecca Solnit, Timothy Snyder und vielen anderen.