Bei vielen Printmedien brechen derzeit völlig neue Zeiten an: Die »taz« erscheint seit kurzem nur noch am Wochenende als gedruckte Zeitung, die »konkret« mit Beginn dieses Jahres nur noch digital.
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Wer schadet, der haftet: Klimaklagen als letzte Chance?
In Deutschland ist erstmals eine Schadensersatzklage wegen Klimaschäden eingereicht worden: Pakistanische Bäuer:innen klagen vor dem Amtsgericht Heidelberg gegen RWE und Heidelberg Materials.
Die neue Landnahme
In einer Welt, in der die Macht das Recht setzt, heizt vor allem die Klimakrise den Kampf um Rohstoffe, bewohnbare Gebiete und Nahrungsquellen an. Das zeigt sich in der Ukraine, aber auch in Grönland.
Aktuelle Ausgabe Januar 2026
In der Januar-Ausgabe skizziert der Journalist David Brooks, wie die so dringend nötige Massenbewegung gegen den Trumpismus entstehen könnte. Der Politikwissenschaftler Philipp Lepenies erörtert, ob die Demokratie in den USA in ihrem 250. Jubiläumsjahr noch gesichert ist – und wie sie in Deutschland geschützt werden kann. Der Politikwissenschaftler Sven Altenburger beleuchtet die aktuelle Debatte um die Wehrpflicht – und deren bürgerlich-demokratische Grundlagen. Der Sinologe Lucas Brang analysiert Pekings neue Friedensdiplomatie und erörtert, welche Antwort Europa darauf finden sollte. Die Journalistinnen Susanne Götze und Annika Joeres erläutern, warum die Abhängigkeit von Öl und Gas Europas Sicherheit gefährdet und wie wir ihr entkommen. Der Medienwissenschaftler Roberto Simanowski erklärt, wie wir im Umgang mit Künstlicher Intelligenz unsere Fähigkeit zum kritischen Denken bewahren können. Und die Soziologin Judith Kohlenberger plädiert für eine »Politik der Empathie« – als ein Schlüssel zur Bekämpfung autoritärer, illiberaler Tendenzen in unserer Gesellschaft.
Abhängigkeit als Waffe
Europäische Politikerinnen und Politiker versprechen, uns mit Aufrüstung vor aggressiven Autokraten zu schützen. Gleichzeitig aber verschärfen sie durch das Ausbremsen der Energiewende Europas Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten.
Der Grund allen Wohlstands
Der Boden ist unsere Existenzgrundlage, als Grund wird er ausgemessen und in Besitz genommen, als Fläche im Raum unterschiedlich genutzt, alles zusammen ist es Land – und das war schon immer ein knappes Gut. Aber noch nie war die Konkurrenz so groß.
Fossilistischer Kolonialismus
Die Erderhitzung vernichtet schon heute weltweit die Lebensgrundlagen vieler Menschen – allen voran jener, die ohnehin benachteiligt sind. Wir müssen die Klimakrise auch als Gerechtigkeitskrise begreifen – und die ihr zugrundeliegenden Machtstrukturen transformieren.
Sozialer Wohnungsbau: Reform oder Bedeutungslosigkeit
Die Wohnungsfrage steht derzeit in Deutschland weit oben auf der politischen Agenda. Vor allem in den Großstädten und Ballungsräumen besitzt sie eine enorme Dringlichkeit.
Umbau statt Neubau
Bauen, bauen, bauen“, lautet seit Jahren das Dogma der staatlichen Wohnungspolitik und die politische Antwort auf die sich verschärfende Krise auf dem Wohnungsmarkt. „Neubau ist ungerecht“, stand dagegen auf den Bannern einer Ausstellung zur sozialökologischen Transformation der Wohnungspolitik.
In den Medien
Dokumente
»Wenn die Erderwärmung so fortschreitet, erreichen wir die 1,5°C-Schwelle bereits 2029«
Copernicus Bericht 2025, 14.1.2026 (engl. Original)
»Das Regime hat mindestens 648 Demonstrant:innen im Iran getötet«
Pressemitteilung von Iran Human Rights (IHRNGO), 12.1.2026 (engl. Original)
»Die ›Terrorgramszene‹ ist nicht nur ein sicherheitsbehördliches Problem. Sie ist ein Spiegel gesellschaftlicher Brüche«
Bundesweite Studie des Landeskriminalamts Baden-Württemberg, 9.1.2026
»Der verständliche Wunsch der EU nach neuen Handelspartnern darf nicht auf Kosten von Klima und Natur gehen«
Pressemitteilung von Greenpeace zum Mercosur-Handelsabkommen, 9.1.2026
»Wir verurteilen die Tötung von Demonstranten auf das Schärfste«
Gemeinsame Erklärung von Friedrich Merz, Emmanuel Macron und Keir Starmer, 8.1.2026 (engl. Original)
Zurückgeblättert
Am 5. Oktober starb im Alter von 69 Jahren der Essayist und Journalist Richard Herzinger. Wir erinnern an diesen entschiedenen Verfechter eines wehrfähigen Westens mit seiner doppelten Verteidigung – der Singularität des Holocausts wie eines kämpferischen Universalismus: Hiroshima und Auschwitz.
Edition Blätter
Jetzt in zweiter, aktualisierter Auflage!
Ein historischer Untoter ist zurück. Heute reicht es nicht mehr, vor dem erstarkten Rechtspopulismus zu warnen. Vielmehr droht eine viel größere Gefahr: die Wiederkehr des Faschismus in modernisierter Form. Trump, Putin, Höcke und andere Autoritäre verbindet bei allen Unterschieden eins: der radikale Angriff auf die Demokratie. Das vorliegende Buch analysiert den globalen Rechtsruck und fragt nach Gegenstrategien.
Mit Beiträgen von Seyla Benhabib, Micha Brumlik, Norbert Frei, Oskar Negt, Ágnes Heller, Jürgen Habermas, Paul Mason, Arundhati Roy, Luiz Ruffato, Irina Scherbakowa, Quinn Slobodian, Rebecca Solnit, Timothy Snyder und vielen anderen.