Artikel zum Thema Neoliberalismus | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Artikel zum Thema Neoliberalismus

Die deutsche Schocktherapie

Der deutsche Sonderweg und die Transformation Ostmitteleuropas

von Philipp Ther (11/2019)

Historische Jubiläen bringen es mit sich, dass der Blick auf die Geschichte noch stärker als sonst von der Gegenwart geprägt wird. […]

Kein Recht auf Rendite, aber ein Grundrecht auf Wohnen

von Sabine Nuss (11/2019)

Wer im Sommer 2019 in Berlin der mietenpolitischen Auseinandersetzung folgte, wurde Zeuge einer ideologischen Schlammschlacht: Die Berliner Senatorin für Stadtentwicklung, Katrin Lompscher, hatte als Reaktion auf die gestiegenen Mieten in der Stadt einen Entwurf für ein „Gesetz zur Mietenbegrenzung im Wohnungswesen in Berlin“ vorgelegt. […]

Jenseits der schwarzen Null: Die Schuldenbremse, die wir brauchen

von Tom Krebs (10/2019)

Die Klimakrise schafft politische Gemeinsamkeiten. Wöchentliche „Fridays-for-Future“-Demos und das Umfragehoch der Grünen haben mittlerweile fast alle Parteien davon überzeugt, dass eine dramatische Politikwende notwendig ist, um die Klimakatastrophe abzuwenden. […]

Zieht doch nach Duisburg!

von Utta Seidenspinner (10/2019)

Mit einem Mietendeckel will der rot-rot-grüne Berliner Senat die Hauptstädter entlasten: So sollen Vermieter nicht mehr als 30 Prozent des Haushaltseinkommens verlangen dürfen. Das aber geht am Problem vorbei, argumentiert die Journalistin Utta Seidenspinner. Wer Mieter schützen will, muss grundsätzlichere Lösungen finden. […]

Unsere armen Superreichen

von Jan Kursko (10/2019)

Was für ein launiges Zusammenspiel: Derweil das Land wieder einmal über die Einführung einer Vermögensteuer diskutiert, hat das Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ seine Liste der 1000 reichsten Deutschen veröffentlicht. […]

Der Tod von Venedig: Tourismus bis zum Kollaps

von Susanna Böhme-Kuby (9/2019)

"Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, der sollte auch vom Tourismus schweigen”, so könnte man den bekannten Ausspruch Max Horkheimers abwandeln. Denn seit seinem Beginn vor etwa 150 Jahren hat sich der moderne Tourismus weltweit zu einer hochprofitablen Industrie entwickelt, die große Mengen von Menschen und Kapital bewegt. […]

Griechenland: Tsipras' Absturz

von Niels Kadritzke (7/2019)

In Griechenland hat die Wahl zum Europaparlament ein wichtiges Resultat und eine wichtige Erkenntnis gebracht. Beide haben nichts mit europäischen Fragen zu tun. Das wichtigste Resultat ist ein vorgezogener Termin für Neuwahlen zum griechischen Parlament, die am 7. Juli stattfinden werden. […]

Donald Trump oder: Das Ende des amerikanischen Zeitalters?

von Adam Tooze (7/2019)

Am 13. Oktober 1806 hatte ein junger deutscher Philosoph, Georg Friedrich Wilhelm Hegel, ein Rendezvous mit der Weltgeschichte. Unterwegs zur Vernichtung der preußischen Truppen, die 24 Stunden später erfolgte, zogen Napoleon und seine Armee durch die kleine Universitätsstadt Jena. […]

Der alltägliche Kommunismus

Eine neue Ökonomie für eine neue Linke

von Wolfgang Streeck (6/2019)

Die Eigentumsfrage ist die offene Wunde der kapitalistischen Gesellschaft; in ihr liegen die Nerven blank. Wer in sie hineinfasst, wie der Jungsozialist Kühnert, darf sich nicht wundern, wenn der Kranke beginnt, um sich zu schlagen. […]

Wutbürger gegen Weltbürger

von Nicola Liebert (5/2019)

In der April-Ausgabe warnte »Blätter«-Redakteur Steffen Vogel vor autoritären Tendenzen bei den Gelbwesten und kritisierte jene Linken, die in ihnen vor allem eine klassenkämpferische Bewegung sehen wollen. […]

Gesetzgebung in der Blackbox: Wie demokratisch ist die EU?

von Harald Schumann (5/2019)

Seit bald fünf Jahren ist Margrethe Vestager EU-Kommissarin für Wettbewerb und damit offiziell dafür zuständig, sich mit den Kartellbrüdern und Monopolisten aus aller Welt anzulegen. Und die Dänin macht wirklich einen guten Job: Seit ihrem Amtsantritt hat sie mehr als 15 Mrd. […]

Alles ändern, damit die Welt bleiben kann

In Erinnerung an Leben und Werk von Elmar Altvater

von Birgit Mahnkopf (5/2019)

Am 1. Mai 2018 starb der bedeutende politische Ökonom Elmar Altvater. Auf einem zu seinen Ehren veranstalteten zweitägigen Symposium, »Der Springpunkt der Politischen Ökonomie. […]

Mehr Zukunft wagen

Zeit für Wirklichkeit – aber eine andere

von Harald Welzer (4/2019)

»Man sollte nie aufhören, die Welt seltsam zu finden.« – Gero von Randow  […]

Elizabeth Warrens Kampf um die Vermögensteuer

von Thomas Piketty (3/2019)

Elizabeth Warren, die ehemalige Juraprofessorin an der Harvard-Universität, hat jüngst ihren Hut in den Ring geworfen. Bei den Vorwahlen der US-Demokraten wird die Senatorin aus dem Bundesstaat Massachusetts antreten, um 2020 Donald Trump als Präsidenten abzulösen. […]

Böhm, Hayek, Merz: Der Staat als Diener des Marktes

von Christoph Fleischmann (3/2019)

Dass sich seit den 1980er Jahren, besonders unter den Regierungen Reagan und Thatcher, eine Neoliberalisierung der Wirtschaftspolitik weltweit durchgesetzt hat, ist unstrittig. […]

Die neue große Transformation

von Claus Thomasberger und Michael Brie (3/2019)

Vor 70 Jahren erschien eines der wichtigsten Bücher des vergangenen Jahrhunderts: „The Great Transformation“. Geschrieben wurde es von Karl Polanyi, einem der einflussreichsten Sozialwissenschaftler unserer Epoche. Bereits heute gilt das Werk als einer der Klassiker des 20. Jahrhunderts, vor allem aber hat es bis heute nichts an Aktualität verloren. […]

System ohne Stabilität: Der Niedergang der Volksparteien

von Oliver Nachtwey (2/2019)

Bis zum Jahr 2015 galt das deutsche politische System als Hort der Stabilität in Europa. Inzwischen kann davon immer weniger die Rede sein. Seit der Fluchtkrise von 2015 offenbaren sich massive gesellschaftliche Fragmentierungen und Spannungen, die sich über die letzten Jahrzehnte angestaut haben. […]

Italien auf Konfrontationskurs

von Mechthild Schrooten (12/2018)

Ausgerechnet von einem ihrer Gründungsmitglieder geht derzeit die größte Gefahr für die Europäische Union und die Gemeinschaftswährung aus: Italien droht eine Verschuldungskrise, die in ihrem Ausmaß die griechische Tragödie bei weitem übersteigt. […]

Friedrich Merz oder: Die Umcodierung der CDU

von Albrecht von Lucke (12/2018)

Der kommende 7. Dezember ist das gegenwärtig wichtigste Datum für die Zukunft unserer Demokratie wie auch für die inhaltliche Ausrichtung der nächsten Bundesregierung. […]

Working poor: Armut jenseits der Sanktionen

von Ulrich Schneider (1/2019)

Ausgerechnet ein Grüner hat es geschafft, dass aktuell wieder intensiv über Hartz IV diskutiert wird: Im November 2018 forderte Robert Habeck eine sanktionsfreie Garantiesicherung.[1] In einem Strategiepapier für das grüne Grundsatzprogramm rechnete er rigoros mit dem Hartz-IV-S […]

Argentinien: Tango in den Abgrund

von Susanne Götze (12/2018)

Es ist ein Programm ganz im Sinne neoliberaler Denkfabriken, das Argentiniens Präsident Mauricio Macri verfolgt. Mehrere seiner Minister stehen dem US-amerikanischen „Atlas-Netzwerk“ nahe, dem vielleicht größten wirtschaftsliberalen Thinktank der Welt. Dieses Netzwerk verbindet hunderte neoliberale Denkfabriken weltweit, darunter die Friedrich A. […]

Das Elend des Wissensprekariats

von Maria Theresia Starzmann (10/2018)

In einem Café in einer typischen amerikanischen Universitätsstadt bekomme ich zufällig das Gespräch von zwei Mittzwanzigern mit: In gebildeter und selbstkritischer Manier beklagen sie den Zustand des Hochschulwesens, das heutzutage Fleiß und Arbeitsethik nicht mehr zu belohnen scheint. […]

Tsipras Pyrrhussieg: Austerität in Permanenz

von Margarita Tsomou (8/2018)

Es sollte ein für alle sichtbares Signal sein: Die Krisenjahre sind vorbei, es geht wieder aufwärts. Die Zeit der Memoranden – der Kreditvereinbarungen mit den europäischen Gläubigern – endet, und mit ihr die politische Gängelung. […]

Unsere große Selbsttäuschung

Ein Plädoyer gegen den Rückzug hinter nationale Grenzen

von Jürgen Habermas (8/2018)

In meinem Abiturzeugnis ist als Berufswunsch vermerkt: Habermas will Journalist werden. Allerdings ist mir, seitdem ich damit in der Gummersbacher Lokalredaktion des „Kölner Stadt-Anzeigers“ angefangen und dann bei Adolf Frisé für das Feuilleton des „Handelsblatts“ geschrieben habe, immer wieder bedeutet worden, dass ich zu schwierig schreibe. […]

Deutsche Bahn: Der Zug an die Börse

von Tim Engartner (8/2018)

Sage und schreibe mehr als 40 000 Züge rollten nicht aus ihrem Abfahrtsbahnhof. Weitere 97 000 Züge verließen ihn, erreichten aber ihren Zielbahnhof nicht – und damit entfielen rund ein Prozent aller Zugverbindungen. So sah die Bilanz der Deutschen Bahn AG (DB AG) im vergangenen Jahr aus. […]

UKW: Der drohende Blackout

von Annett Mängel (7/2018)

Seit April steht die Drohung eines Radio-Blackouts im Raum, von dem Millionen Hörerinnen und Hörer betroffen wären: Mit Ausnahme von Berlin gäbe es in fast ganz Ostdeutschland kein UKW-Signal mehr, im Westen träfe der Ausfall in vielen Regionen vor allem Privatradiosender. […]

Das Richtige im Falschen: Verteidigen wir den Euro!

von Stephan Schulmeister (7/2018)

Neben dem Kampf gegen den Islam eint die rechten Parteien aller Euro-Länder nichts mehr als die Ablehnung der Europäischen Währungsunion: Der Euro trage die Hauptschuld an der Krise Europas, so die italienische Lega und die deutsche AfD, die österreichische FPÖ und der französische Rassemblement National in trauter Einstimmigkeit; er bedrohe die Existenz der kleine […]

Porsche-Peanuts

von Jan Kursko (5/2018)

Dass deutsche Spitzenmanager immer ganz „nah bei de Leit“ sind, haben sie schon oft bewiesen. Wer hätte die „Peanuts“ von Deutsche-Bank-Chef Hilmar Kopper vergessen? Oder das Victory-Zeichen seines Nachfolgers Josef Ackermann? […]

Der Super-Euro-Finanzminister

Zur großen Sehnsucht nach dem guten Fürsten

von Gerd Grözinger (5/2018)

Ökonomen haben immer gewarnt: Eine Währungsunion ohne gemeinsame fiskalpolitische Verantwortung erscheint im günstigsten Fall vielleicht als zeitweise stabil. […]

Im Fahrstuhl nach unten: Marx und die Abstiegsgesellschaft

von Oliver Nachtwey (5/2018)

Ich bin sicher, dass wir eine Renaissance des Marxismus erleben werden.“ Dieser Satz stammt nicht von Karl Marx, der ja bekanntlich gar kein Marxist sein wollte, sondern vom Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx.[1] Es sind wirklich besondere Zeiten. […]

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