Artikel zum Thema Nationalsozialismus | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Artikel zum Thema Nationalsozialismus

Yes, we Gauck!?

von Karl D. Bredthauer (7/2010)

Joachim Gauck ist nicht irgendwer, kein Deus ex machina, kein unbeschriebenes Blatt. Als erster und prägender Chef der nach ihm salopp als „Gauck-Behörde“ bezeichneten mehrtausendköpfigen Bundesdienststelle wurde er zu einer Symbolfigur deutscher Geschichtspolitik. […]

Geschichte als Waffe

Erinnerungskultur in Europa und die Aufgabe der Gedenkstätten

von Günter Morsch (5/2010)

Unter der Überschrift „Das Jahr 1989 feiern, heißt auch, sich an 1939 zu erinnern!“ erschien im August vergangenen Jahres in einer großen überregionalen deutschen Wochenzeitung eine von der derzeitigen Bundesbeauftragten für die Unterlagen der ehemaligen Staatssicherheit der DDR Marianne Birthler und ihrem Vorgänger Joachim Gauck initiierte Anzeige, d […]

Späte Rehabilitierung

Das unwürdige Gezerre um die Kriegsverräter

Glaube und Politik

Der deutsche Protestantismus und das Erbe der Bekennenden Kirche

von Joachim Perels (12/2009)

Bei all den großen Gedenktagen dieses Jahres ging fast unter, dass das Jahr auch für die evangelische Kirche von eminenter geschichtlicher und politischer Bedeutung war. […]

Seltsame Heldenvermehrung

von Heinrich Senfft (10/2009)

Je länger die Nazizeit und der Zweite Weltkrieg vorüber sind, desto mehr NS-Gegner gibt es – vor allem in West-Deutschland. Manche müssen sich gar selbst dazu befördern, wie etwa der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker in der Ausgabe des „Spiegel“ vom 24. August. […]

1939 bis 2009: Lügen im Dienste des Krieges

von Wolfram Wette (9/2009)

Am 1. September 1939 eröffnete das im Danziger Hafen liegende deutsche Linienschiff „Schleswig-Holstein“ mit seinen schweren Geschützen das Feuer auf die polnische Westerplatte – ohne jede Kriegserklärung. Gleichzeitig ließ Hitler einen Angriff polnischer Soldaten auf den oberschlesischen Sender Gleiwitz vortäuschen. […]

Dort laufen die Mörder frei herum: Philip Kerr - Das Janusprojekt

von Micha Brumlik (5/2009)

In diesem Monat begeht die Bundesrepublik ihren 60. Geburtstag. Sie hat sich während des Kalten Krieges als das deutlich bessere Modell einer nachnationalsozialistischen Staatsgründung erwiesen als die DDR, die vor 20 Jahren auslief wie eine undichte Badewanne. […]

Der Streit um die Kriegsverräter

Geschichtsfälschung im Dienst der Politik

von Helmut Kramer (3/2009)

Vor bald 60 Jahren, mit Anbruch des 24. Mai 1949, trat das Grundgesetz in Kraft. Damit entstand die Bundesrepublik Deutschland. Und schon jetzt werfen die kommenden Jubelfeiern ihre Schatten voraus. […]

Täter als Marionetten

Die strafrechtliche Umdeutung der NS-Verbrechen

von Joachim Perels (1/2009)

Als die Zentrale Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen am 1. Dezember 2008 ihren 50. Geburtstag beging, wurde ihr noch einmal jene Aufmerksamkeit zuteil, die sie verdient. Dabei ist es um ihre Arbeit in den letzten Jahren erheblich leiser geworden. Der Grund dafür ist biologischer Natur: Die letzten Nazi-Täter sterben aus. […]

Verdrängt und Vergessen

Der Philosoph und Publizist Theodor Lessing

von Joachim Perels (11/2008)

„Prof. Lessing ermordet. Revolveranschlag in Marienbad. Schuss durchs Fenster.“ Mit dieser Überschrift erschien am 31. August 1933 das „Prager Tageblatt“. […]

Kommodes Gedenken

Die Erinnerungskultur des vereinten Deutschlands

von Harald Schmid (11/2008)

Gedenktage sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Sie beginnen immer früher und dauern immer länger. Tatsächlich handelt es sich immer öfter eher um Gedenkwochen. Publikum und Akteure der Erinnerungskultur sind schon lange daran gewöhnt, dass – ich übertreibe nur wenig – einem beim Aufschlagen der Zeitung fast täglich ein NS-Jahrestag begegnet. […]

Antisemitische Erblast

Vom Nationalsozialismus zum Nahost-Konflikt

von Gert Krell (11/2008)

Vor 70 Jahren trat, mit den Pogromen vom 9. November 1938, die nationalsozialistische Politik gegenüber den Juden in ihre eliminatorische Phase. […]

Von der Waffe der Kritik zur Kritik mit der Waffe

Wie Jorge Semprún zum Kommunisten wurde

von Franziska Augstein (8/2008)

Im Sommer 2005 hat Jorge Semprún mir erklärt, wie er Kommunist geworden ist. Das Gespräch fand in seinem Landhaus im südlich von Paris gelegenen Gâtinais statt. […]

Alte Kameraden, neue Elite

von Eberhard Rondholz (8/2008)

Das bayrische Mittenwald war auch dieses Jahr wieder Mittelpunkt revisionistischer Traditionspflege bei der Bundeswehr. An diesem Standort der schon kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs wieder aufgebauten 1. Gebirgsdivision wird alljährlich zu Pfingsten eine Art Heldengedenktag der alten Kameraden zelebriert. […]

Rechts von Berlusconi

Italiens Faschisten, Hooligans und radikale Katholiken

von Karin Priester (6/2008)

Seit dem 14. April 2008 ist es amtlich: Italien hat erneut eine Rechtsregierung. Mit deutlichem Vorsprung gewann Silvio Berlusconis „Volk der Freiheit“ vor Walter Veltronis „Demokratischer Partei“ – und zwar sowohl im Abgeordnetenhaus (mit 46,8 zu 37,5 Prozent) als auch im Senat (mit 47,3 zu 38 Prozent). […]

Das Ende der Koalitionsfreiheit

Die Zerschlagung der Gewerkschaften am 2. Mai 1933

von Joachim Perels (5/2008)

Wenn in diesem Jahr der 75. Wiederkehr des Jahres 1933 erinnert wird, gedenkt man eines Datums viel zu wenig – nämlich des 2. Mai 1933, als in Deutschland die freien Gewerkschaften zerschlagen wurden. Bereits mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 31. Januar 1933 sahen sich die Gewerkschaften als Teil der demokratischen Opposition schwerem Druck ausgesetzt. […]

Martyrium eines Aufrechten

Zum 70. Todestag Carl von Ossietzkys

von Susanna Böhme-Kuby (5/2008)

Am 4. Mai 1938, kurz nach 15 Uhr, starb, erst 48 Jahre alt, im Berliner Nordend- Krankenhaus Carl von Ossietzky – streng bewacht von der Gestapo, die seinen Tod geheim hielt: „Sie verbot, dass auch nur ein Wort über Carls Tod gesprochen wurde. Auch durfte der Tag der Einäscherung nicht bekanntgegeben werden. Eine Totenfeier durfte nicht stattfinden. […]

1968 = 1933?

Götz Alys Totalitarismusfiktion

von Clemens Heni (4/2008)

"Vierzig Jahre 1968“ lautet das bereits arg strapazierte Jubiläum dieses Jahres. Doch trotz zahlreicher erinnernder wie deutender Bücher wollte die Debatte lange Zeit nicht richtig in Fahrt kommen. Erst mit einem gut platzierten Text des Historikers und Publizisten Götz Aly in der „Frankfurter Rundschau“ (FR) vom 30. […]

Wie die CIA das Foltern lernte

von Egmont R. Koch (3/2008)

„Wir wissen jetzt, dass der Mensch dazu gebracht werden kann, wirklich alles zu machen […]. Es ist lediglich eine Frage, den richtigen Ansatz zu finden.„Wir wissen jetzt, dass der Mensch dazu gebracht werden kann, wirklich alles zu machen […]. Es ist lediglich eine Frage, den richtigen Ansatz zu finden. […]

Die Legalitäts-Legende

Vom Reichstagsbrand zum NS-Regime

von Dieter Deiseroth (2/2008)

Über kaum ein Ereignis des letzten Jahrhunderts haben die deutschen Historiker so intensiv und erbittert gestritten wie über die Urheberschaft für den Reichstagsbrand in der Nacht zum Rosenmontag des Jahres 1933. […]

Die Zukunft der Geschichtspolitik

von Ulrich Herbert (1/2008)

Das neue Jahr 2008 ist gespickt mit historischer Erinnerung. Nicht nur jährt sich das bereits im vergangenen Jahr reichlich strapazierte „1968“ zum vierzigsten Mal, sondern auch – weit weniger beachtet – zum fünfundsiebzigsten Mal die Machtübertragung an die Nationalsozialisten vom 30. […]

Das Erbe der Erbgesundheit

von Rolf Surmann (12/2007)

Ablehnung und Abwehr bestimmten den Tenor, als der Bund Euthanasiegeschädigter und Zwangssterilisierter (BEZ) vor drei Jahren an die im Bundestag vertretenen Parteien mit der Aufforderung herantrat, das bereits 1933 beschlossene „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ (Erbgesundheitsgesetz) endlich für nichtig zu erklären.1 Dann stellte das Parlament Mitte […]

Die Ikonisierung Stauffenbergs

Stefan George, Karl Wolfskehl und das Geheime Deutschland

von Micha Brumlik (10/2007)

In Thomas Manns Roman „Doktor Faustus“ berichtet der Erzähler, Serenus Zeitblom, über einen Zirkel völkischer Dunkelmänner, Professoren und Künstler, die sich im München der 20er Jahre treffen, um beifällig den Fortschrittsideen des späten 19. Jahrhunderts den Abschied zu geben. […]

Die Kirche und die Schuld

von Christoph Fleischmann (8/2007)

Für Walter Kreck, ehemaliger Theologieprofessor in Bonn und Mitherausgeber der „Blätter“, war es „die mutigste kirchliche Stellungnahme der Nachkriegszeit“1: Das Darmstädter „Wort zum politischen Weg unseres Volkes“, vom Bruderrat der Evangelischen Kirche in Deutschland am 8. August 1947 verabschiedet. […]

Wer waren die Nazis?

Günther Oettinger und die gefühlte Geschichte

von Harald Welzer (5/2007)

Wenn Politiker sich über Geschichte äußern, betreiben sie unweigerlich Geschichtspolitik. […]

Jedem seinen Hitler

von Günter Giesenfeld (2/2007)

Wie schon Roberto Benignis Das Leben ist schön wirft Dani Levys Film Mein Führer reflexhaft die Frage auf, ob man über Hitler lachen könne oder dürfe. Vor allem, wenn man sie absolut stellt, ist diese Frage eher nicht relevant, denn schon vor und während seiner Herrschaft wurde über ihn gelacht. […]

„Genau an die Vorgaben gehalten“

Rede von Vize-Kulturstaatsminister Hermann Schäfer beim Konzert Gedächtnis Buchenwald am 25. August 2006 in Weimar (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (10/2006)

Die Eröffnung des „Kunstfests Weimar“ am 25. August d.J. endete mit einem Eklat. Mit „Aufhören“-Rufen zwangen Besucher des Konzerts „Gedächtnis Buchenwald“ Hermann Schäfer, den Leiter der Abteilung Kultur und Medien beim Kulturstaatsminister, zum Abbruch seines Grußwortes. […]

Die Geschichte kommt hoch

Günter Grass und die Neue Bürgerlichkeit

von Albrecht von Lucke (10/2006)

Fast zwei Monate sind ins Land gegangen, seit Günter Grass mit der Mitteilung, in der Waffen-SS gewesen zu sein, seine Anhänger schockierte und seine Gegner nachhaltig euphorisierte.1 Bis heute vergeht kaum ein Tag, an dem nicht neue Artikel in der Sache Grass erscheinen. Doch was ist der politische Ertrag der Debatte? Und worin liegt ihr politischer Kern? […]

„Wo war Gott in jenen Tagen?“

Ansprache von Papst Benedikt XVI. in Auschwitz vom 28. Mai 2006 (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (7/2006)

Im Rahmen seiner Reise nach Polen besuchte Papst Benedikt XVI. auch das Vernichtungslager Auschwitz- Birkenau, wo er ausdrücklich „als Sohn des deutschen Volkes“ sprach. […]

Ideologisch anfällig: Der DFB vor 1933

von Arthur Heinrich (6/2006)

Der Countdown läuft. In wenigen Tage erfolgt der Anpfiff zur Fußballweltmeisterschaft. Damit wird zumindest vorübergehend zweitrangig, dass dieses sportliche wie politische Großereignis schon vor Jahren ein Umdenken des ausrichtenden Verbandes bewirkte. […]

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