Artikel zum Thema Finanzmärkte | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Artikel zum Thema Finanzmärkte

Der Konstruktionsfehler der Währungsunion

von Jürgen Habermas (5/2011)

Die finanztechnische Frage, ob der in Brüssel vereinbarte Stabilitätsmechanismus, der den im Mai 2010 vereinbarten Rettungsfonds im Jahre 2013 ablöst, die Spekulation gegen den Euro beenden wird, lasse ich dahingestellt. […]

»It is time for the financial sector to give something back to society«

Appell von 1000 Ökonomen zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer, 13.4.2011

Dear G20 Finance Ministers and Bill Gates, We write to you as the call for a Financial Transaction Tax is now gathering global momentum, and the French government has made it a key priority for their G20 presidency. […]

Call for a Finance Watch

Aufruf europäischer Abgeordneter zur zivilgesellschaftlichen Überwachung der Finanzmärkte

Wir, die für die Regulierung der Finanzmärkte und des Bankgewerbes zuständigen europäischen Abgeordneten, stehen täglich unter dem Druck des Finanz- und Banksektors, um den für die Branche geltenden Rechtsrahmen stärker zu beeinflussen. […]

Vereinigte Pleitestaaten von Amerika

von Michael R. Krätke (4/2011)

Mit einem Trick hat Scott Walker, der mit Hilfe der Tea Party frisch gewählte republikanische Governeur von Wisconsin, es geschafft: Um den maroden Haushalt des Bundesstaates zu sanieren, lehnte der Gouverneur Steuererhöhungen rundweg ab und verlegte sich auf Ausgabenkürzungen. […]

Merkels Pakt, des Euros Pleite

von Heiner Flassbeck (3/2011)

Lange Zeit schien die Bundeskanzlerin die Euro-Krise ganz im Sinne ihres Vorgängers Helmut Kohl lediglich aussitzen zu wollen, nun aber hat sie ihren Kurs geändert. Mit ihrem „Pakt für Wettbewerbsfähigkeit“ der Euro-Staaten, den sie auf dem letzten EU-Gipfel Anfang Februar vorstellte, will sie offenbar die Initiative in Europa übernehmen. […]

Mikrokredite: Das Geschäft mit der Armut

von Christa Wichterich (3/2011)

Indien erlebt gegenwärtig eine Finanzkrise, die in ihren Strukturen von der Entstehung bis zur „Rettung“ frappierende Parallelen zur Subprime-Krise in den Vereinigten Staaten aufweist. […]

Not in Nadelstreifen

von Uli Gellermann (3/2011)

Erst Horst Köhler und nun auch noch Axel Weber – unter Deutschlands Staatsbankern grassiert die Rücktritteritis. Was aber mag die Herren des Geldes bloß reiten, ihrer Gönnerin im Kanzleramt derart schnöde die Brocken vor die Füße zu schmeißen? […]

Deutsche Bank: Betrug mit Systemrelevanz

von Werner Rügemer (2/2011)

Am 20. Dezember 2010 teilte die Deutsche Bank in einer Pressemitteilung mit, dass ihre Mitarbeiter auf der ganzen Welt zu Weihnachten bedürftige Menschen mit Geschenken erfreuen würden. In Düsseldorf sollten DeutschBanker im Rahmen eines Social Day Obdachlose mit einem Weihnachtsmenü bedienen. […]

Das Kasino bleibt geöffnet

Die Regulierung der Finanzmärkte und was daraus geworden ist

von Axel Troost (2/2011)

Seit die globale Finanzkrise in den Mittelpunkt der internationalen Wirtschaftspolitik gerückt ist, haben die Regierungen der wichtigsten Staaten eine Vielzahl von Regulierungen und Reformen angekündigt. So verabredeten die Staats- und Regierungschefs der G 20 auf ihrem Gipfel im April 2009 in London eine lange Reihe wichtiger Finanzreformen. […]

Die Macht des Digitalen: Ambivalenzen des Internet

von Saskia Sassen (2/2011)

Die zunehmende Digitalisierung von Wissen und dessen Zirkulation in computergestützten Netzwerken globaler Reichweite bringen unsere gängigen Vorstellungen davon, was Wissen überhaupt ist, massiv ins Wanken. Die herkömmlichen Kategorien unseres Wissensverständnisses verlieren dadurch an Wirksamkeit. […]

Etikettenschwindel Euro-Krise

von Michael R. Krätke (2/2011)

Die Lage ist ernst – und unübersichtlich. EU-Ratspräsident Herman van Rompuy spricht von einer „Überlebenskrise“ der Europäischen Währungsunion. Laut Angela Merkel geht es um Sein oder Nichtsein der Europäischen Union: „Scheitert der Euro, scheitert Europa“. […]

Euroland in Bankenhand

von Wieslaw Jurczenko (1/2011)

Nun ist es durch, das Rettungspaket für Irland und damit – so jedenfalls die offiziellen Stellungnahmen – auch für den Euro. Doch Zweifel sind angebracht. Zweifel daran, dass hier tatsächlich Irland oder gar der Euro gerettet werden sollten. Denn selten war eine Debatte so zynisch und verlogen wie diese. […]

EU: Am deutschen Wesen genesen?

von William Pfaff (12/2010)

Die Führungsmächte der Europäischen Union, Deutschland und Frankreich, einigten sich am 30. Oktober auf den Versuch, den Vertrag von Lissabon erneut zu ändern. Dieser Entschluss wiegt schwer und birgt enorme Spaltungsgefahren. […]

Zapateros Horrorkatalog

von Antonio Brettschneider (11/2010)

Jose Luís Rodriguez Zapatero, Spaniens krisengebeutelter Ministerpräsident, ist in diesen Wochen und Monaten wahrlich nicht zu beneiden. […]

Im Schlepptau der Finanzmärkte

Wie sich die Politik dem Diktat der Krisenverursacher unterwirft

von Elmar Altvater (11/2010)

Als Lehmann Brothers Mitte September 2008 zusammenbrach, reagierten Peer Steinbrück, der damalige Bundesfinanzminister, diesseits des Atlantik, und Alan Greenspan, der Vorsitzende der US-Notenbank FED, jenseits des Atlantiks mit identischen Worten auf den größten Krach der Finanzgeschichte: Sie hätten „in den Abgrund geschaut“, ließen die beiden „Wir […]

Der „neue IWF“: Krisenfeuerwehr oder Systemwächter?

von Jörg Goldberg (9/2010)

Der Internationale Währungsfonds (IWF) gehört zu den großen Gewinnern der aktuellen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise. Er beweist damit zum dritten Mal in seiner gut 65jährigen Geschichte Anpassungs- und Überlebenswillen. […]

Milliardenverbrechen Steuerhinterziehung

von Rudolf Hickel (9/2010)

Seit vielen Jahren dominiert ein eklatanter Widerspruch das deutsche Steuerrecht: Einerseits wird mit Hilfe verschärfter Gesetzgebung versucht, Steueroasen auszutrocknen und die Zahl der Steuerbetrüger einzudämmen, andererseits breitet sich die Praxis der Steuerhinterziehung global und national unvermindert aus. […]

Weltverbesserung reloaded

Links sein heißt progressiv sein

von Robert Misik (9/2010)

Viele Menschen haben den Glauben daran verloren, dass man die Welt auf eine bessere Spur bringen kann. Seit der Aufklärung haben das zwar immer wieder Menschen oder Gruppen von Menschen – Parteien, Revolutionäre, Umstürzler, Utopisten oder Reformer – versucht, aber oft ist nicht viel Gutes rausgekommen. Wir sind in dieser Hinsicht gebrannte Kinder. […]

Das G20-Debakel: Warum wir einen grünen New Deal brauchen

von James K. Galbraith (8/2010)

Das jüngste G 20-Gipfeltreffen in Toronto stand ganz im Zeichen einer Obsession. Defizitabbau und finanzpolitische Strenge – aufgehübscht durch das neue Etikett „fiskalische Konsolidierung” – galten als das Gebot der Stunde. […]

Bankster vor Gericht

Kollektive Unschuld und systemische Kriminalität

von Werner Rügemer (8/2010)

Die öffentlichen Verurteilungen hätten kaum heftiger sein können: Die Banker haben den „größten Bankraub aller Zeiten“ organisiert und die zivilisierte Welt um ein Haar in den „Abgrund“ gerissen; deshalb müsse mit den „Kapital-Verbrechern“ abgerechnet werden.[1] […]

Von der Schuldenspirale zur Schuldenbremse

Irrwege der Haushaltspolitik

von Jürgen Leibiger (7/2010)

Als Jaques Necker, Finanzminister des französischen Königs Louis XVI., im Jahr 1781 das enorm defizitäre Budget der Krone veröffentlichte (Compte rendu au roi), schlug das im ohnehin schon brodelnden Frankreich wie eine Bombe ein. Necker wurde entlassen. […]

Die Finanzkrise als Demokratiekrise

Der Staat als Dienstleister des Finanzkapitals

von Katja Pink und Thilo Bode (6/2010)

Ermittlungen wegen Betrugs gegen die weltgrößte Investmentbank Goldman Sachs in den USA und in Großbritannien, dutzende straf- und zivilrechtliche Verfahren gegen Finanzakteure in Deutschland sowie Banker im „Dauer-Bashing“ durch die Medien: Man könnte fast den Eindruck gewinnen, jetzt werde die Finanzkrise endlich gründlich aufgearbeitet. […]

Der große Betrug

von James K. Galbraith (6/2010)

Ein ganzer Berufsstand, die Ökonomen, sieht sich heute blamiert. Die Wirtschaftswissenschaft, wie sie seit den 80er Jahren gelehrt wurde, hat völlig vor der Aufgabe versagt, die hinter der Finanzkrise wirkenden Kräfte zu begreifen. […]

Euro-Krise made in USA

von William Pfaff (6/2010)

Die Nachrufe auf den Euro demonstrierten, wie sehr die jeweiligen Temperamente, Nationalcharaktere und Kulturen divergieren: Die Europäer reagierten mit Grabesstimmung und düsteren Zukunftsgemälden, aber dennoch unbeugsam. Amerikaner und Engländer schaufelten fröhlich und selbstzufrieden Erde auf einen Sarg, der schon tief in der Grube lag. Ha, diese Europäer! […]

Afrikas Achillesferse

von Jörg Goldberg (6/2010)

Die in den Industrieländern ausgelöste Finanz- und Wirtschaftskrise trifft die armen Staaten besonders hart. In Afrika dürften die Auswirkungen am nachhaltigsten sein. Dies hängt mit der immer noch kolonial geprägten Rohstoffökonomie und der dadurch bedingten Verletzlichkeit gegenüber weltwirtschaftlichen Entwicklungen zusammen. […]

Volkswirtschaftslehre im Dornröschenschlaf

von Ralf-M. Marquardt (6/2010)

In der deutschen Volkswirtschaftslehre liegt vieles im Argen. Die globale Wirtschaftskrise stellt nicht nur das materielle, sondern auch das methodische Fundament der Volkswirtschaft radikal in Frage. Über Jahrzehnte dominierten Modellplatonismus, Überbetonung der mikroökonomischen Fundierung und die Vernachlässigung gesamtwirtschaftlichen Denkens. […]

Finanztransaktionssteuer jetzt!

von Rudolf Hickel (6/2010)

Der koordinierte Angriff auf den Euro hat erneut deutlich gemacht, zu welch kapitalem Problem die globale Spekulation inzwischen geworden ist. Dennoch scheint die deutsche Politik weiterhin unwillig, eine wirksame Finanztransaktionssteuer im nationalen Rahmen einzuführen, wie die Bundeskanzlerin Mitte Mai auf dem DGB-Kongress noch einmal betonte. […]

Von der Griechenlandkrise zum Euro-Kollaps?

von Sebastian Dullien (6/2010)

Nach langem Gezerre hat der Bundestag am 7. Mai 2009 die in der Öffentlichkeit heftig diskutierten Notkredite für Griechenland beschlossen. Mit Garantie des Bundes soll die KfW-Bank den Griechen 22,4 Mrd. […]

Machtwechsel der Ideen

Für die Entzauberung des neoliberalen Glaubens

von Birgit Mahnkopf (5/2010)

Seit Ausbruch der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise wird häufig von einer „Zeitenwende“ gesprochen und geschrieben. Vielstimmig beklagt man das Fehlen sozialmoralischer Grundlagen des Kapitalismus. […]

Island: Wunderland ist abgebrannt

von Sarah Ernst (5/2010)

Die Griechenlandkrise hat für eine Weile verdrängt, dass zuvor bereits andere Länder zu Opfern der globalen Finanzkrise wurden. Dies gilt vor allem für Island. […]

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