»Nur 16 Prozent des deutschen Plastikmülls wird tatsächlich recycelt« | Blätter für deutsche und internationale Politik

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»Nur 16 Prozent des deutschen Plastikmülls wird tatsächlich recycelt«

Plastikatlas der Heinrich-Böll-Stiftung, 6.6.2019

Die tatsächlichen Gründe für die Verschmutzung unserer Umwelt mit Plastik sind nicht ein Problem der Entsorgung oder der Verbraucherinnen und Verbraucher. Hauptursache sind insbesondere international agierende Unternehmen, die ihren Verantwortlichkeiten nicht nachkommen und stattdessen sogar eine Ausweitung der Plastikproduktion planen. (...) „Nur knapp 38 Prozent unseres Plastikmülls werden tatsächlich dem Recycling zugeführt. Und der Skandal dabei ist: Plastik gilt bereits als recycelt, wenn es ins Ausland exportiert wird. Nach dem Prinzip ‚Aus dem Augen aus dem Sinn‘ exportieren wir und andere Industriestaaten unseren Plastikabfall in Drittländer und verlagern das Problem somit nur räumlich. Wir sollten Vorreiter sein, statt unsere Verantwortung abzuschieben.“ (Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender) Vor Ort, zum Beispiel in den Ländern Asiens, hat diese Wegwerfmentalität des Westens erschreckende ökologische, soziale und gesundheitliche Auswirkungen. Weiger: „Die notwendige Infrastruktur zur Bewältigung unserer Müllberge gibt es in diesen Ländern nicht. Der Müll wird häufig unkontrolliert verbrannt oder landet auf Deponien und in der Umwelt. Viele Menschen fristen ihr Leben unter erbärmlichen Umständen und wir leben und konsumieren weiter sorglos Plastikprodukte.“ (...)

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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