»Die Erfahrungen von Überlebenden rechter Gewalt müssen in die Bekämpfung des Rechtsterrorismus einbezogen werden« | Blätter für deutsche und internationale Politik

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»Die Erfahrungen von Überlebenden rechter Gewalt müssen in die Bekämpfung des Rechtsterrorismus einbezogen werden«

Pressemitteilung des Verbands der Beratungsstellen für die Opfer rechter Gewalt, 20.6.2019

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) wurde ermordet, weil er für die Unteilbarkeit von universellen Menschenrechten eintrat und dem völkischen Weltbild der extremen Rechten und organisierten Rassisten öffentlich widersprach. Sehr viele Geflüchtete, für Menschenrechte und Demokratie Engagierte aus Zivilgesellschaft und Politik teilen die Erfahrungen von rechter Gewalt und Bedrohungen, die Walter Lübcke vor seinem Tod erlebt hat. „Oft gibt es vor physischen Angriffen, Sprengstoff- und Brandanschlägen einen Vorlauf von rechten und rassistischen Drohungen via Facebook, per E-Mail oder auf der Straße“, sagt Judith Porath, Vorstand des VBRG und Geschäftsführerin des Vereins Opferperspektive. Dies zeige u.a. die Auswahl von Beispielfällen aus den Jahren 2015 – 2019, die die Beratungsstellen registriert haben. Umso notwendiger sei es, „dass die Strafverfolgungsbehörden endlich die Betroffenen und Überlebenden rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt ernst nehmen“, betont Judith Porath, „denn ein Ende der Eskalation neonazistischen Terrors ist, gerade angesichts der Ermordung von Walter Lübcke und der zahlreichen bewaffneten Neonazi-Netzwerke überhaupt nicht in Sicht.“

Die vollständige Pressemittelung finden Sie hier. 

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