Der alltägliche Kommunismus | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Der alltägliche Kommunismus

Eine neue Ökonomie für eine neue Linke

fancycrave1/pixabay Foto: fancycrave1/pixabay

von Wolfgang Streeck

Die Eigentumsfrage ist die offene Wunde der kapitalistischen Gesellschaft; in ihr liegen die Nerven blank. Wer in sie hineinfasst, wie der Jungsozialist Kühnert, darf sich nicht wundern, wenn der Kranke beginnt, um sich zu schlagen. „Kollektivierung!“ Auch wenn es dem Nachwuchsmann nur um BMW ging, den skrupellosen Dealer sinnfreier Glitzerprämien für selbstlose Aufopferung im Dienste nicht enden wollender Kapitalakkumulation, so weckte doch sein „Zeit“-Interview, Nebenprodukt hektischer politischer Umtriebe, nicht totzukriegende Erinnerungen an den alltäglichen Kommunismus, der unserem alltäglichen Kapitalismus unterliegt und ihn faktisch überhaupt erst ermöglicht.

(aus: »Blätter« 6/2019, Seite 93-105)
Themen: Neoliberalismus, Globalisierung und Wirtschaft

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