Wider die Instrumentalisierung der Geschichte | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Wider die Instrumentalisierung der Geschichte

Die neue deutsche Erinnerungspolitik seit 1990

von Günter Morsch

Mit großer medialer Resonanz wurden die Gedenkveranstaltungen zum 70. Jahrestag des Kriegsendes begangen. Sie stehen für einen tiefen Einschnitt in der deutschen Erinnerungskultur: Das Ende der Zeitzeugenschaft rückt immer näher. Eines „natürlichen Todes“ wird die Erinnerung an die nationalsozialistische Terrorherrschaft aber kaum sterben, vielmehr gibt es einen immer freimütiger geäußerten Aufarbeitungsstolz. Doch Aufarbeitung ist alles andere als ein Selbstzweck, spätestens seit Helmut Kohl kann man von einer innen- und außenpolitischen Indienstnahme der Vergangenheit für die Gegenwart sprechen.

(aus: »Blätter« 9/2015, Seite 111-120)
Themen: Geschichte, Bildungspolitik und Nationalsozialismus

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