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Rettet Griechenland!

von Rudolf Hickel

Es bedurfte einer regelrechten Nacht-und-Nebel-Aktion, bevor die Eurozone sich auf ein weiteres Kreditprogramm für Griechenland verständigen konnte. Doch die Einigung in letzter Minute bedeutet noch kein Ende des Dramas. Denn weitere Finanzmittel wird Athen nur im Austausch für eine noch härtere Dosis jener Austeritätspolitik erhalten, deren Scheitern seit langem offensichtlich ist. Daher dürfte das gebeutelte Land erneut nicht auf den Pfad zu einer sich selbst tragenden Wirtschaft finden. Die Grexit-Gefahr bleibt damit virulent. Sollte das jetzige Programm wie vorgesehen ausgeführt werden, wird Griechenland nach dessen Auslaufen 2018 umgehend ein viertes Paket benötigen – oder aus dem Euro ausscheiden müssen.

(aus: »Blätter« 9/2015, Seite 61-67)
Themen: Europa, Demokratie und Wirtschaft

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