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Der Fall Honduras

"No change" in der US-Lateinamerikapolitik?

von Benedikt Behrens

Vor wenigen Tagen wurde in Honduras der bei der umstrittenen Wahl vom November vorigen Jahres siegreiche Kandidat Porfirio Lobo zum Präsidenten gekürt – und damit zum Nachfolger seines im Juni durch einen militärischen Staatstreich gestürzten Amtsvorgängers Manuel Zelaya. Der erste erfolgreiche Putsch in Lateinamerika seit fast 20 Jahren (der letzte ereignete sich 1990 in Haiti) wurde weltweit zwar zunächst nahezu einmütig verurteilt, nicht zuletzt auch von den USA. Inzwischen scheint es jedoch so, als ob die Weltmacht den Putsch regelrecht verdrängt hat. Offenbar betrachtet sie die angeblich demokratische November-Wahl als einen großen Schritt in Richtung Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung.

(aus: »Blätter« 2/2010, Seite 57-62)
Themen: Lateinamerika und USA

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