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Machtkampf in Gaza

von Margret Johannsen

Selten waren sich Palästinenser und jüdische Siedler so einig: Auf beiden Seiten interpretiert eine deutliche Mehrheit von 72 Prozent den israelischen Abzug aus Gaza als Sieg für den bewaffneten palästinensischen Kampf.1 Das ist jedoch weniger ein Problem für den israelischen Premier als für den palästinensischen Präsidenten. Er war und ist ein erklärter Gegner der bewaffneten Intifada und kann daher den Sieg nicht für sich reklamieren. Wie Ariel Scharon setzt Mahmud Abbas darum alles daran, dass es kein "Rückzug unter Feuer" wird.

(aus: »Blätter« 9/2005, Seite 1046-1049)
Themen: Naher & Mittlerer Osten

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